Handbuch Online-PR: wissenschaftliche Fundierung und praktischer Status-Quo

Was lange währt wird endlich gut. Schon vor einiger Zeit begannen die Arbeiten für unseren Artikel im Handbuch Online-PR. Insbesondere bei dem Thema Social Media entwickelt sich ein derartiges Projekt häufig zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Ist die Plattform, über die ich schreibe, zur Veröffentlichung noch gefragt? Ist mein Thema bis dahin noch aktuell? Hat man bis zum Veröffentlichungstermin schon eine Lösung für das von mir kritisierte Problem gefunden?

Bei unserem (Stephan Fink, Ansgar Zerfaß und ich)  Beitrag zur Social Media Governance handelt es sich glücklicherweise um ein übergeordnetes, strategisches Thema, welches nicht so schnell durch neue Hypes abgelöst werden kann. Wir hatten also genug Zeit, uns gründlich und bedacht damit auseinanderzusetzen. Dieses Vorgehen ist auch unabdingbar, da es sich bei dem Begriff Social Media Governance um ein noch relativ junges Konstrukt handelt. Nicht zuletzt wurde dieses durch unsere Social-Media-Governance-Studien  geprägt und erfährt in dem Artikel des Handbuches eine wissenschaftliche Fundierung:

„Der Beitrag diskutiert die mangelnde Integration von Social Media in Kommunikationsstrategien vor dem Hintergrund der Strukturationstheorie und zeigt, dass die Social Media Governance im Sinne eines formellen oder informellen Ordnungsrahmens für die Kommunikation in partizipativen Online-Plattformen ein zentraler Ansatzpunkt zur Steigerung des Wertschöpfungsbeitrags ist.“

Auch der Apell, sich weniger aktionistisch sondern zielgerichtet und strategisch mit den Rahmenbedingungen für Social-Media-Kommunikation in Organisationen auseinander zu setzen, darf also nicht fehlen.
Allgemein ist in dem Handbuch ein umfassender Mix gelungen, von einzelnen Tools und Plattformen zu allgemeinen Themen wie eben Social Media Governance oder Dialog und Partizipation. Auch der Wandel einzelner Handlungsfelder der Stakeholder-Kommunikation wie z.B. der Medienarbeit oder der Investor Relations wird nachvollzogen. Dieser Ansatz, Online-PR nicht mehr als weiteren Kanal zu betrachten, sondern in seinen verändernden Auswirkungen auf die PR-Arbeit, ist  eine besondere Leistung des Handbuches, die es von anderen Publikationen abhebt.

Ein weiterer Vorteil des Buches ist es, dass viele unterschiedliche Autoren aus Wissenschaft und Praxis gewonnen werden konnten, die sich auf dem Gebiet der Social-Media-Kommunikation bereits einen Namen gemacht haben. Kein Wunder also, dass bereits fleißig zum Erscheinungstermin getwittert und gebloggt wurde. Hier ein paar Beispiele:
Stephan Fink
Daniel Rehn
Dominik Ruisinger
Thomas Pleil

Über Anne Linke

Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Kommunikationsmanagement/PR und Soziologie an der Universität Leipzig und der Universitat de Valencia, Spanien. Praktika und freie Mitarbeit in den Bereichen Public Relations, Controlling, Strategisches Management und Unternehmenskommunikation. Seit April 2010 Inhaberin des Promotionsstipendiums der Fink & Fuchs Public Relations AG. Promotion zum Kommunikationsmanagement in Zeiten von Social Media. Wissenschaftliche Interessengebiete: Online-PR, Social Media, Kommunikationsmanagement, Innovationskommunikation
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